Atelier Lehmann-Borges Entwurf Rekonstruktion, Hendrik Schink, 2016

Architekt

Max Eckardt

* 12. Februar 1876 in Schwarzenberg
† 8. August 1963 in Osterode (Harz)
Wohn- und Werkstatthaus für Gildenhall, Umbau durch Max Eckardt 1922 | Foto: C.Lambriev-Soost, 2016
Titelbild: Atelier Lehmann-Borges | Entwurf Rekonstruktion, Hendrik Schink, 2016
Wohn- und Werkstatthaus für Gildenhall, Umbau durch Max Eckardt 1922 | Foto: C.Lambriev-Soost, 2016

Er erlernte sein Handwerk als Maurer, legte die Prüfung als Baumeister ab und studierte in Weimar Architektur. Zu verschiedenen Zeiten wirkte er in Kiel, Oldenburg, Wieseloh an der Edertalsperre, in Osterode im Harz und im heutigen Oslo. Er baute Warenhäuser, Industriebauten, Kirchen… Max Eckardt galt auch als ein geschätzter Innenarchitekt.

Nach Gildenhall kam er 1923 und beteiligte sich am Aufbau als Siedlungsarchitekt. Er blieb bis 1925. In dieser Zeit entstanden Reihenhäuser mit 18 Wohnungen. Nach Plänen von Eckardt wurde das Haus mit vier Wohnungen und die einstige Gastwirtschaft Hermsdorfer Weg zu Werkstätten umgebaut: Walter Voigt zog dort mit seiner Tischlerei ein und Else Mögelin mit ihrer Weberei und Bastwerkstatt.

Besonderes Augenmerk verdient das lichtdurchflutete Atelier direkt gegenüber, das Eckardt aus einer alten Gartenhalle für Lehmann-Borges konzipierte. Aus Unstimmigkeiten mit der Geschäftsleitung der Freilandsiedlung verließ Eckardt Gildenhall nach zwei Jahren wieder. Heinrich Westphal übernahm 1927 seine Stelle und setzte seine Pläne um.